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Traurig

Entsteht aufgrund von Verlust, Niederlage oder Enttäuschung. Das Kind fühlt sich niedergeschlagen, lustlos und betrübt. Es ist vielleicht kraftlos und weint. Natürlich können wir auch traurig sein und nicht weinen. Tränen signalisieren der Umwelt nun nochmal mehr, dass das Kind Trost und Zuwendung braucht.

Wie sieht es mein Kind?

Genauso wie Wut kann auch Traurigkeit von einem Moment auf den anderen kommen und gleich wieder verschwinden. Gerade in herausfordernden Zeiten (Corona), Übergangsmomenten (Kindergarteneinstieg) oder bei Trennung / Scheidung der Eltern merken wir, dass Emotionen die Überhand nehmen. Vor allem bei sehr jungen Kindern kann es sehr schnell gehen. Entspannte Spielmomente werden durch unvorhersehbare Ausbrüche der Traurigkeit unterbrochen. Die Kinder weinen dabei bitterlich und hinterfragen oft die auslösende Situation. Besonders wichtig ist es dabei deinem Kind das Gefühl zu geben, dass sie lernen können ihre Emotionen besser zu verstehen und dadurch auch besser zu steuern.

Wie reagiere ich am besten?

  • Wenn dein Kind traurig ist, dann sei für sie/ihn da und spende ihm Trost. Nimm sie/ihn in den Arm und zeige, dass du Verständnis hast.
  • Nimm dir Zeit für dein Kind und höre genau zu was es dir erzählen möchte. Teile auch deine Erfahrungen und Gefühle, erzähle als du mal traurig warst und was dir dabei geholfen hat.
  • Dränge dein Kind nicht, gebe ihm / ihr Zeit geben und bleibe geduldig. Meist haben Kinder nur eine begrenzte Zeitspanne / Konzentrationsfähigkeit für solche Momente.
  • Achte auf deine Sprache: „Du brauchst keine Angst zu haben“ vs. „Ich bin bei dir“.
Versuche es mit deinem Kind in seine Phantasiewelt einzutauchen. Dort können Angstmonster mittels Zaubersprays oder Traumfänger besiegt werden oder die Traurigkeit mit Hilfe von Plüschtieren, die die Sorgen fressen. Eines muss uns aber dabei bewusst sein: Manchmal können wir etwas Hilfreiches sagen und manchmal können wir als Eltern einfach nur da sein und zuhören.

Wichtig zu wissen

Kinder, die ihre Eltern nie beim Trauern beobachten konnten, entwickeln Ängste und betrachten Trauer als bedrohliches Gefühl, dass umgangen und abgewehrt werden muss. Die Trauerfähigkeit von Erwachsenen stellt eine wichtige Voraussetzung für die Trauerfähigkeit von Kindern dar. Ein Kind kann Trauer nur zulassen, wenn es eben dies auch bei den Erwachsenen beobachtet. (Weber & Fournier, 1985)

Welche Fragen kann ich mit meinem Kind bei der Trauer-Karte besprechen?

  • Hast du bereits bei einem Film oder einem Buch geweint?
  • Wie sieht ein trauriger Mensch aus?
  • Kannst du ein trauriges Gesicht machen? (am besten gemeinsam vor dem Spiegel)
  • Woran erkennst du, dass jemand anderer traurig ist?
  • Wann warst du das letzte Mal traurig? Warum?
  • Was hilft dir oder was würdest du dir wünschen, wenn du traurig bist?
  • Wie reagiert dein Körper, wenn du traurig bist? Weinst du, bist du lustlos oder schweigend?
  • Wie reagierst du, wenn Mama oder Papa traurig sind?
  • Gibt es ein Wetterereignis, dass dich an Trauer erinnert?
  • Gibt es eine Farbe, die dich an Trauer erinnert?

Weitere Gefühle

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