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Nervös

Nervosität entsteht oft vor Situationen, die neu und unbekannt sind. Wir kennen den Ausgang der Situation nicht. Ganz ähnlich wie bei der Emotion Mut. Man könnte also sagen, dass eine Portion Mut nötig ist, um sich neuen Situationen zu stellen und uns Nervosität dabei begleitet. Das Gefühl wird oft mit einem inneren Zustand von Unruhe verbunden, der sich meist auch körperlich ausdrückt, z.B. durch Herzklopfen oder Zittern. 

Wie sieht es mein Kind?

Nervosität ist mit Angst verbunden und kann starke körperliche Reaktionen hervorrufen. Diese Reaktionen können dein Kind nur noch mehr verunsichern, was wiederum verstärkte Nervosität hervorruft. Vor allem Übergangssituationen sind herausfordernde Situationen für Kinder. So kommt es vor allem am ersten Kindergartentag oder am ersten Schultag zu erhöhter Nervosität. Auch Leistungssituationen, wie zum Beispiel die Schuleinschreibung oder eine Tanzaufführung sind stressauslösende Momente. Manche Kinder beschäftigen stressige Situationen mehr und manche Kinder weniger – hier ist Feingefühl für die individuellen Bedürfnisse gefragt. 

Wie reagiere ich am besten?

  • Gib deinem Kind eine schrittweise Anleitung, was es nun tun kann, z.B. erst einmal tief durchatmen, einen Schritt vor den anderen setzen, jemanden an der Hand nehmen oder Ähnliches.

  • Ermutigende Worte können die nötige Unterstützung bereitstellen.

  • Möchte dein Kind trotz deiner Bestärkung und Ermutigung aus einer Situation flüchten, respektiere diese Grenze.

  • Besprecht Fluchtreaktionen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal in Ruhe. Hinterfrage den Grund der Reaktion, um dein Kind bei ähnlichen Situationen in der Zukunft besser vorbereiten/unterstützen zu können.

  • Nervosität bedeutet immer auch Stress – sorge für Entspannung und versuche Druck rauszunehmen.

Wichtig zu wissen

Nervosität kann uns entweder zum Ankämpfen motivieren oder sie führt zum Flüchten aus einer Situation. Möchte dein Kind eine herausfordernde Situation sofort verlassen, weil die Nervosität zu unangenehm wird, kannst du es am besten bestärken, indem du ihm erklärst, was es schon alles geschafft hat.

Welche Fragen kann ich mit meinem Kind bei der Nervös-Karte besprechen?

  • Wann warst du das letzte Mal nervös? Wie hast du das bemerkt?

  • Wie fühlt sich Nervosität für dich an?

  • Was kannst du tun, wenn die Nervosität zu unangenehm wird?

  • Zeige mir wie du aussiehst, wenn du nervös bist.

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