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Erschrocken

Erschrocken auf ein unvorhergesehenes, plötzlich eintretendes Ereignis zu reagieren, löst im menschlichen Organismus eine Reihe angeborener, instinktiver, körperlicher, aber auch psychischer Zustände aus. Die Schreckreaktion ist ein Überlebensmechanismus, der den Menschen auf die Abwehr einer potenziellen Bedrohung vorbereiten soll. 

Wie sieht es mein Kind?

Genauso wie Erwachsene wird es auch für Kinder, in der Regel, als unangenehm wahrgenommen, wenn sie sich über etwas erschrecken. Das Gefühl von Angst und Panik im Zusammenhang mit den meist intensiven körperlichen Empfindungen wie Herzrasen, Erstarren, Zittern oder Ähnliches werden als überwältigend und unkontrollierbar wahrgenommen. Im Gegensatz zum Kind sind Erwachsene allerdings rascher in der Lage sich wieder zu regulieren und quasi wieder in „einen Normalzustand“ zu gelangen, während die Stressreaktion bei Kindern länger andauert

Wie reagiere ich am besten?

  • Geh zu deinem Kind und lass es nicht allein, wenn es sich erschrickt.

  • Nimm es in den Arm, tröste und beruhige es, bis die Schreckreaktion merkbar nachgelassen hat.

  • Hilf deinem Kind, sich wieder zu entspannen, indem du zum Beispiel eine angenehme Tätigkeit vorschlägst.

  • Frage nach, was dein Kind erschrocken hat und nimm seine Schilderungen ernst.

Wichtig zu wissen

Fordere dein Kind nicht auf, sich bei vermeintlichen „Kleinigkeiten“ nicht zu erschrecken – Schreck ist eine automatisch ablaufende, angeborene und unwillkürlich ablaufende Reaktion, auf die wir im ersten Moment keinen Einfluss haben.

Welche Fragen kann ich mit meinem Kind bei der Erschrocken-Karte besprechen?

  • Erinnerst du dich, wann du dich schon mal so richtig erschrocken hast? Was ist da passiert? Was hast du getan?

  • Wie fühlt es sich in deinem Körper an, wenn du dich erschrickst?

  • Wo in deinem Körper spürst du es am meisten, wenn du dich erschrickst?

  • Was hilft dir, nachdem du dich über etwas erschrocken hast? Was hat nicht geholfen?

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