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Angeekelt

Ekel gilt als eine der Basisemotionen und ist von Geburt an im Menschen angelegt, macht sich aber erst im Alter von 2-3 Jahren bemerkbar. 

Ekel wird als starke Ablehnung und mit Widerwillen gegenüber bestimmten Gerüchen, Geschmäckern, Anblicken und Dingen empfunden und tritt meist in Kombination mit starken körperlichen Reaktionen, wie dem Rümpfen der Nase, Abwenden, Würgereflex bis hin zu Erbrechen und in besonders starker Ausprägung Ohnmacht auf. Ekelempfinden hat primär eine für den Menschen warnende und vor Gefahren schützende Funktion. Wovor wir uns ekeln ist einerseits stark biologisch mitbedingt und andererseits auch sozialisiert. Ein gutes Beispiel für Sozialisierung ist die Nahrung. Was in manchen Ländern als Leckerei gilt, wird in den anderen als ekelhaft empfunden.

Wie sieht es mein Kind?

Am Anfang stecken sich Babys und Kleinkinder auch Kot oder Würmer in den Mund oder wollen Spinnen anfassen, ohne dabei Ekel zu empfinden. Erst mit zwei bis vier Jahren entwickeln sie ein oft intensives Ekelgefühl, das stark kulturell geprägt ist.

Wie reagiere ich am besten?

  • Nimm die Ekelreaktionen deines Kindes wahr und ernst.

  • Begleite dein Kind dabei sprachlich, indem du zum Beispiel den Zusammenhang zwischen der Ekelreaktion und der Situation, in der sie auftritt, herstellst.

  • Dränge dein Kind nicht zu bestimmten Handlungen (z.B. essen, trinken, anfassen etc.), vor denen es sich offensichtlich ekelt. 

Welche Fragen kann ich mit meinem Kind bei der Ekel-Karte besprechen?

  • Wie sieht dein Gesicht aus, wenn du dich ekelst?

  • Wovor hast du dich schon mal geekelt?

  • Was kannst du tun, wenn du siehst wie sich ein anderes Kind vor etwas ekelt?

  • Warum denkst du ekeln sich Menschen?

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